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  • Iri Kirova

10 Songs für deinen Winterblues, die du garantiert nicht auf dem Schirm hattest

Frohes neues Jahr! Oder ist es gar nicht so froh, weil es jetzt erst einmal lange Zeit keine Geschenke gibt, dich die vielen raus geworfenen Tannenbäumchen deprimieren und die Weihnachtspfunde zu schwer wiegen, um dich selbst aus diesem Loch zu ziehen? Dann hat dich der Winterblues schwer getroffen. Keine Panik! Ich hab da mal was vorbereitet.

Manch einer würde im Falle eines Stimmungstiefs zu frischer Luft und mehr Bewegung raten. Aber: Was gibt es schöneres, als sich genau dann einzuigeln und traurige Musik zu spielen. Du ahnst es.

Ausgerechnet, wenn einem wieder einfällt, dass der Winter gerade erst angefangen hat, hilft es nur noch, die Heizung aufzudrehen und die Melancholie zu zelebrieren. Hier sind einige meiner Lieblingslieder zur kalten Jahreszeit, die du eventuell noch nicht kennst oder bereits in Vergessenheit geraten sind.


"Cold Little Heart" - Michael Kiwanuka

Was wäre ein Winterblues ohne den Blues? Wahrscheinlich wie Weihnachten ohne Schnee. Ach, lassen wir das.

Gleichzeitig herzerwärmend und herzzerreißend, modern und retro kommt dieser Song vom britischen Soulmusiker Michael Kiwanuka daher. Das lange Intro, der mystische Chor und nicht zuletzt die raue Stimme des Londoners machen es zu einem komplexen Wintersoundtrack. Verdiente Aufmerksamkeit erhielt das Lied als Titelmusik der Hitserie Big Little Lies. Gut so.

Für einen besonders trüben Tag, hier nochmal die Lyrics zum mitlesen und -interpretieren.


"Both Sides Now 2000" - Joni Mitchell

Wer die 2000er Version von Both Sides Now gehört hat, weiß, dass auch ein Song ein ganzes Leben gelebt haben kann. Im Vergleich zum beschwingten Original aus dem Jahr 1966, klingt die neu aufgenommene Version schwermütig, ernüchtert, die Stimme gereift. Wer wissen will, ob die Liebe das ganze Drama wert ist, sollte beide Seiten des Songs betrachten. Wem jetzt schon beim Gedanken an den Valentinstag ganz anders wird, dem kann ich nur empfehlen, mal wieder in die Winterversion reinzuhören.


"Walls" - Kings Of Leon

Mit Walls liefern die Kings Of Leon dreieinhalb Minuten puren Liebeskummer ab. Die Südstaatenrocker präsentieren sich nahbar und einfühlsam. Die ungewohnt sanften Gitarrenklänge steigern sich behutsam in ein musikalischen Flehen in Richtung der Angebeteten. Tröstend wirken nur die blauen Augen und die Stimme von Sänger Caleb Followill, die ganz im Fokus des Musikvideos stehen.

Pur und melancholisch schön. Ein Song wie eine warme Decke, in die man sich einkuscheln möchte.


"What Good Am I" - Tom Jones

2010 kann Tom Jones bereits auf eine 50-jährige Karriere zurückblicken. Dabei hatte der Tiger es nicht nur auf die Herzen seiner Hörerinnen abgezielt, sondern auch zahlreiche Höschen ergattern können. Selbst genervt von der überbetonten Sexualität, besinnt sich der Waliser in Praise & Blame auf seine spirituelle Seite und liefert eine Serie nachdenklicher Coversongs. Mit What Good Am I nimmt er sich einen Bob-Dylan-Song vor und hinterfragt, was das Menschsein ausmacht. Perfekt für den Januar, wenn man sich und seine aufgegebenen Vorsätze wieder selbst betrauert. Einer muss es ja machen.


"When I Wasn’t Watching" - Mandy Moore

Aktuell ist sie zwar mehr als Schauspielerin bekannt. Allerdings hatte Mandy Moore ihre ersten Hits als Sängerin. Falls du Candy nicht leiden kannst, keine Angst, Mandy auch nicht. Daher macht sie heute alles etwas anders. Gemeinsam mit Ehemann (Dawes Frontman) Taylor Goldsmith an der Seite kreiert sie handgemachte Sounds und ehrliche Texte über persönliche Entwicklung und Stillstand. Weder heiter, noch super dramatisch, aber bestens geeignet für all die grauen Tage dazwischen. Kann Spuren von Fleetwood Mac enthalten.



"Kissing In The Wind" - Travis

Kinder, wie die Zeit vergeht! Wenn ihr euch das innerlich auch sagen hört und ihr euch noch an Travis erinnern könnt, lässt sich nur feststellen: Wir sind alle etwas älter geworden. Alles halb so wild. Dafür gibt es lange Winter, um diesen Zustand zu beweinen.

Aber vielleicht tröstet euch ein wenig, dass die Schotten (erstmals seit 2016) wieder neue Musik veröffentlicht haben. Das Ergebnis ist ein sentimentaler Spaziergang durch die Vergangenheit. Traurig schön für einen Regentag.


"What If This Is All The Love You Ever Get?" - Snow Patrol

Die Wintermonate können sich oft einsam anfühlen. Es ist früh dunkel. Hinaus in die Kälte wagt man sich erst, wenn es gar nicht anders geht. Eigentlich möchte man überhaupt nichts unternehmen und doch schwingt der Wunsch immer mit, jemanden kennenzulernen, mit dem man gemeinsam nichts unternimmt.

Snow Patrol trifft mit What If This Is All The Love You Ever Get? einen Nerv. Ein Mann, ein Klavier und eine Stimme zwischen Hoffnung und Resignation. Eine minimalistische Hymne über das fundamentale Bedürfnis (sich selbst) zu lieben und geliebt zu werden.

Ein Song für einen romantischen Strandspaziergang allein. Schal und Mütze nicht vergessen.

"Movement" - Hozier

Hozier ist längst kein Unbekannter mehr. Mit dem 2019 erschienenen Album Wasteland, Baby! kann er nun an den Erfolg seiner Debütsingle Take Me to Church anknüpfen. Besonders angetan hat es mir Movement. Sinnlich, kraftvoll, manchmal überwältigend. Eine Mischung aus Blues, Gospel, Pop und irischer Folkmusik. Hinzu kommt Hoziers souliger Bariton. Muss ich mehr sagen?

Ein besonderer Mix, der in der kalten Jahreszeit wärmt und belebend wirkt.



"Party Of One" - Brandi Carlile

Eine Trennung kann schmerzhaft und traumatisch sein. Auf ihrem Album

By The Way, I Forgive You plädiert Brandi Carlile dafür, sich immer zu fragen, was man tun kann, um bei dem Menschen, den man liebt, bleiben zu können. Wenn die Singer-Songwriterin mit der Countrystimme singt "I am tired" glaubt man ihr das nicht nur, man fühlt sich selbst erschöpft. Ihre Musik vereint so viele Genres, dass man ihr sofort zutraut, jeden Streit schlichten zu können. Und selbst auf den größten Krach unter Liebenden kann ein erlösendes "I am yours" folgen. Irgendwie beruhigend.


"No One's Gonna Love You" - Band Of Horses

Im Film bedeutet die Winterzeit häufig, dass Protagonisten wehmütig aus dem Fenster sehen. Dramatische Liebesgeschichten treffen auf heftige Regengüsse. Verschneite Landschaften verdeutlichen die Sehnsucht nach dem Liebsten, der eingeschneit am Flughafen sitzt und es nicht rechtzeitig zu den Feiertagen nach Hause schafft. Hinter dem Schutz der Glasscheibe lässt es sich einfach am besten über wichtige Lebensentscheidungen sinnieren und das große Was-wäre-wenn? In real life passiert das beste Aus-dem-Fenster-gucken beim Autofahren. Wenn man noch eine Runde ums Haus fährt, um einen guten Song zu hören, ist auf Band Of Horses immer Verlass.

Mit der Rockballade No One's Gonna Love You kann man in Ruhe ein paar Tränchen vergießen, eine verlorene Liebe betrauern, lauthals mitsingen oder dem Lauf der Scheibenwischer folgen.

Egal, wonach dir ist, danach hast du wieder mehr Energie und fühlst dich besser. Entweder, weil du merkst, dass es dir gar nicht so schlecht geht, wie du dachtest. Oder aber, weil du siehst, dass auch andere Leute unter Herzschmerz leiden oder einen miesen Tag haben.

Was sind eure Top Hits für eine gute schlechte Zeit? Hinterlasst einen Kommentar und schaut auch gerne mal bei mir auf Instagram @kirovairofficial oder Pinterest @kirovair vorbei.


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