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Krka Nationalpark - Lohnt sich der Trip?

Frisch aus unserem Kroatienurlaub zurück, denke ich jetzt bereits sehnsüchtig an die schönen Tage vor Ort zurück. Noch vor wenigen Jahren hatte ich Kroatien als Urlaubsland überhaupt nicht auf meinem Radar. Mittlerweile ist es zu einem unserer Favoriten geworden. Das liegt nicht allein an dem guten Wetter und dem klaren türkisfarbenen Wasser, sondern vor allem an dem Mix aus der reichen Geschichte des Landes und den atemberaubenden Naturschauplätzen, die man besuchen kann. Nachdem wir uns in unserem letzten Kroatien-Trip die Plitvicer Seen im Landesinneren vorgenommen hatten, stand auf unserem Road Trip entlang der Küste nun der Nationalpark Krka auf dem Reiseplan. Ob sich dieser Ausflug gelohnt hat, erfahrt ihr hier.


Wasser, wohin man sieht. Krka Nationalpark - Lohnt sich der Trip?

Die Ankunft

Während unsere Anreise zu den Plitvicer Seen über Senj relativ lang über diverse Serpentine führte, gestaltet sich die Anfahrt zum Krka Nationalpark recht unproblematisch. Von Split oder Zadar aus gelangt man über die Autobahn bereits in einer Stunde zum Parkplatz bei Lozovac. Hat man einen schattigen Parkplatz gefunden, heißt es, Wasserflasche einpacken, Wanderschuhe anziehen und los geht's.


Sobald man den Parkplatz verlässt, ist aber erst einmal nichts mit wandern. Wir wurden nach dem Kauf der Tickets direkt in einen Bus gelotst und warteten dort ab, was genau als nächstes passiert. Nach kurzer Wartezeit schlossen sich auch schon die Türen und es ging einige Serpentinen hinunter bis wir hinter einer Reihe von Reisebussen hielten, dem eindeutigen Zeichen dafür, dass man am Ziel angekommen sein muss. Waren wir auch. Schön, endlich konnte es losgehen.


Nicht ganz. Nachdem wir den Bus verlassen hatten, wurden wir an den Infostand gerufen. Der ganze Bus. Fühlte sich ein bisschen an wie Klassenfahrt. Ich ertappte mich kurz dabei, wie ich darüber nachdachte, wo und wie ich mich hinstellen sollte. Gibt es bestimmte Formationen für Infostände?* Nach einer kurzen Belehrung, was man im Park alles nicht darf und was besonders streng verboten ist, durften wir unseren Rundgang starten. Yay! Also, zumindest theoretisch.


*Die gesellschaftlich akzeptierte Lösung ist offensichtlich ein ungeordneter Halbkreis.


Der Rundgang

Jetzt konnte es endlich losgehen. Bereits beim Ticketkauf wurden wir gewarnt: Es werde eine lange Tour und man müsse viel laufen. Super. Genau das, was wir inmitten dieser wundervollen Naturkulisse vorhatten. Also immer den Schildern nach und ab zu den Wasserfällen Skradinski Buk. Auf die Plätze. Fertig. Los. Stau.


Auf Holzpfaden geht es durch den Nationalpark Krka. Achtung, Vordermann!

Wisst ihr noch, wie ich den Shuttlebus erwähnte? Vorteil: Man muss nicht als Fußgänger die Bergstraße hinunterlaufen. Nachteil: Der ganze Bus macht denselben Rundgang wie du. Demnach ging es für uns auf den Holzwegen im Gänsemarsch voran. Hier ein Stopp zum Gucken, da ein Foto, hier mal testen, ob die Holzbalken halten, da schnell ein Selfie machen. Und die anderen waren auch nicht besser. Das wird eine lange Tour, wenn es in diesem Tempo weitergeht, dachte ich nur in Hinblick auf die Warnung des Ticketverkäufers, und rannte wieder in meinen Vordermann hinein.


Die Wasserfälle

Also liefen wir den Wanderpfad entlang und bestaunten die Bäche links und rechts davon. Darin schwammen kleine Fische und bildeten die wildesten Formationen (die wissen Bescheid). Libellen glitzerten blau im Sonnenlicht. Einige Hundert Meter weiter erreichten wir einen großen Platz. Rechts waren Fressbuden, links Menschenmassen. Für uns hieß das, da müssen wir wohl lang, immer den Menschen nach. Also quetschten wir uns durch und standen am Ziel unseres Ausflugs.


Da war er vor uns, der Skradin Wasserfall. Wasser überall. Zum ersten Mal auf unserer Tour sahen wir mehr Wasser als Menschen. Und es war beeindruckend. An dieser Stelle des Parks stürzt das Wasser in 17 Fällen mehrere Terrassen hinab, insgesamt über eine Höhe von 47,5 Meter. Wenn man an den vielen Handys vorbeischaut, erkennt man ein großes weißes Knäuel aus Wasser unter blauem Himmel. Wasserspritzer schwirren in der Luft herum. Man sieht das Wasser, hört es, schmeckt es auf den Lippen und riecht die hohe Luftfeuchtigkeit der Umgebung.

Kleiner Wasserfall // Skradin Wasserfall und ich // Blick durch Äste auf einen der wunderschönen grünen Seen

Das Urteil

Unser Ausflug im Krka Nationalpark endete nach ca. 5 Stunden. Aber, hat es sich gelohnt? Würde ich diesen Ausflug weiterempfehlen? Ist der Kampf durch die Menschenmassen gerechtfertigt? Ja. Absolut. Der Nationalpark Krka ist nicht umsonst eines der Top-Ziele in Kroatien. Man hat die wunderschöne Natur entlang des Wanderwegs, die berauschenden Wasserfälle und kleine Ausstellungen am Rande, die über die Geschichte der Wasserkraft berichten.


Zugegeben, der Park ist randvoll mit Touristen. Aber: Kann man jemandem einen Vorwurf machen, dass er sich das ansehen möchte? Ich denke, nein. Wir sind ja immerhin auch da. Also empfiehlt es sich, den Andrang gelassen zu sehen und einfach seinen eigenen Rhythmus zu ändern, sodass man zwischen zwei Touri-Gruppen entspannt den Park begehen kann.



Und es gibt noch mehr zu sehen. Unser Rundgang verlief über etwa 4 Kilometer um die berühmten Wasserfälle herum, jedoch birgt der Naturpark noch viele weitere Ausflugsmöglichkeiten. Mit dem Boot gelangt man von hier aus zu weiteren Zielen innerhalb des Nationalparks, darunter eine Klosterinsel, Höhlen und viele weitere spektakuläre Wasserfälle, die man ebenso auch mit dem Auto erreichen kann. Der Eintritt für die anderen Attraktionen ist sogar im Ticketpreis enthalten.


Der Besuch des Krka Nationalpark ist eine Reise wert, egal ob für einen Tagesausflug oder eine mehrtägige Entdeckungsreise aller Highlights der Region. Wer besondere Ruhe sucht, sollte die Sommermonate meiden und lieber früh vor dem großen Ansturm da sein.


Wart ihr auch schon in Kroatien und habt den Park besucht? Wie hat es euch gefallen? Und welche Tipps würdet ihr einem Krka-Besucher auf den Weg geben?


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