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5 Dinge, die ich nicht mehr brauche, oder: Das große Ausmisten - Der Umzugsguide Part II

Aktualisiert: 5. Juni 2019


Wer - wie ich - nicht gerade als Minimalist mit einer Pfanne, einem Kuli und drei T-Shirts auskommt, steht vor einem Umzug schnell vor der Entscheidung: Kann das mit oder muss es weg? Auch wenn es sich womöglich nie ganz vermeiden lässt, Ungeliebtes in die neue Wohnung mitzunehmen, gibt es doch einiges, was man da lassen kann. Es geht ums große Ausmisten vor dem (Umzugs-)Sturm.


Den könnte ich gerade gut gebrauchen, allein schon für Stifte.

In einer Woche verlassen wir die Hauptstadt gen Süden. Und alles wird anders sein. Neuer Job, neue Wohnung und ein neues Bundesland. Wenn man länger darüber nachdenkt, kann der Gedanke einen schnell überwältigen. Und ich kann erneut Entwarnung geben. Fürchtet euch nicht: Mi Umzugschaos es su Umzugschaos. Bei dir ist auch das große Ausmisten angesagt? Diese 5 Dinge sollten auf gar keinen Fall in deinen Umzugskartons landen.

5) Klamotten, die nicht mehr passen

Wenn ich meinen Kleiderschrank öffne, stelle ich immer wieder mit Erstaunen fest, wie sehr man doch in seinen Routinen gefangen ist. Wieso sonst hätte ich 10 gestreifte Shirts, aber nicht einen ordentlichen Pullover, der mich im Winter warm hält.

Also gehe ich jedes einzelne Teil durch und bereue es schon nach wenigen Minuten. Wieso hat man immer mehr, als man glaubte? Wem gehört der Samtblazer? Und wieso behalte ich eigentlich Hosen, die mir zuletzt zu Schulzeiten gepasst haben?


Ich finde keine guten Antworten und muss mich schnell geschlagen geben. Aussortieren ist angesagt. Am Ende des Tages ist noch viel Schrank übrig, aber zumindest sind drei Stapel dabei herausgekommen. Stapel 1 beinhaltet ungetragene Kleidung, die nur in der Theorie funktioniert hat. Diese Sachen gehen an Freunde und Familie oder werden auf Kleiderkreisel und Kleinanzeigen verkauft. Dafür nutzt man am besten die Apps der Seiten, weil man die guten Stücke aus den Tiefen des Schranks gleich fotografieren und hochladen kann. Netter Nebeneffekt: Man freut sich über den Bonus für die Umzugskasse.


Ich wünschte, ich hätte so viele Pullover.

Stapel 2 sind Shirts, Tücher und Decken, die man nur noch zum Streichen verwenden kann oder als Putzlappen durchgehen. Wenn man mit dem Putzen und streichen durch ist, dürfen sie gerne die Tonne von innen sehen.

Stapel 3 bilden getragene Sachen, Bettwäsche und Schuhe, die ich in einen großen Karton packe (keinen Umzugskarton, no, no, no!), und an die Deutsche Kleiderstiftung sende. Wenn möglich, macht man das Paket randvoll (mehr hilft hier mehr), sodass es kaum angehoben werden kann, geschweige denn durch die Tür passt. Kriegt man keinen Karton voll, freuen sich Organisationen wie die Berliner Kältehilfe besonders zur kalten Jahreszeit über Sachspenden. Wo du mit deiner Kleiderspende noch sinnvoll helfen kannst, findest du hier.

4) Alte Medikamente

Paracetamol von 2008. Was bisher bei uns noch als Können wir bestimmt noch gebrauchen durchging, kommt nun schonungslos weg. Hmm, schnell mal "alte medikamente entsorgen" googlen. Alles klar. Mein Instinkt trügt mich nicht: Alles, was älter ist als ich, kann weg. Dabei kann man sich entweder für den Hausmüll entscheiden oder - wer auf Nummer sicher gehen möchte - alte Arzneimittel in der Apotheke abgeben. Check.

3) Make-up und Kosmetik

Siehe Alte Medikamente. Nur bitte nicht in der Apotheke abgeben.

2) Ordner und Dokumente

Auf Platz 2 wird es anstrengend. Jetzt müssen wir alle ganz stark sein. Es kann schon schmerzhaft sein, sich von geliebter Kleidung zu trennen, mit der man schöne Momente in Verbindung bringt. Bei altem Papierkram verhält es sich da ganz anders. Mit Rechnungen und Dokumenten ist man gefühlsmäßig eher wieder bei der Steuererklärung. Das einzige, was schlimmer ist, als den Papierkram durchzugehen, ist, mit dem gesamten Zeug umzuziehen. Das heißt, in die Kisten, runterschleppen, hochschleppen, auspacken, frustriert sein. Es hilft alles nichts. Weg mit Rechnungen und Kontoauszügen von vor 10 Jahren. Papiere von Versicherungen, bei denen man nicht mehr ist, wird man bestimmt auch nicht mehr brauchen.

Sicher verstauen solltest du hingegen deine Geburtsurkunde, Führerschein, Zeugnisse, deinen Impfausweis und gegebenenfalls deine Heiratsurkunde und ähnliches. Alles, was sich mit deinem Job befasst, bewahrst du möglichst übersichtlich bis zur Rente auf. Rechnungen für die gesetzliche Gewährleistung verlieren nach zwei Jahren ihre Gültigkeit.

Mein persönliches Kryptonit sind alte Ordner aus der Unizeit. Gerne stelle ich mir vor, wie ich mir später noch einmal alles interessiert durchlese und mich daran erfreue. In real life ist das bisher insgesamt genau 0 Mal geschehen. Tschüss, Ordner!*


1) Sitzschuhe

Ich sitze schon genug. Vor dem Computer, vor dem Fernseher, im Auto oder beim Essen. In den Momenten dazwischen brauche ich Schuhe, die gut sitzen und mich nicht sofort wieder dazu verleiten, mich vor den Computer, Fernseher oder ins Auto zu setzen.

Habt ihr auch dieses eine Paar, was eigentlich eine halbe Nummer zu klein war, sich aber bestimmt noch dehnt? Hat es nicht. Also, weg damit. Es sind nur Schuhe. Und es gibt bestimmt jemanden (mit kleineren Füßen), der sich genauso darüber freut, wie du beim Kauf damals.

PS: Schaut gerne auch mal bei Insta @kirovairofficial oder Pinterest @kirovair vorbei. Mwah!

*Na gut, vielleicht behalte ich doch den einen oder anderen Ordner. Da schaue ich bestimmt nach dem Umzug wieder rein. Bestimmt.


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